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| Veranstaltungen aus dem kulturell kreativen Spektrum: |
Globalisierung und Identität
Kongress
03.10.2008 - 04.10.2008
Globalisierung ist in aller Munde, - meistens aber im Zusammenhang mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Fragen. Die Globalisierung schleift die Zäune zwischen den Ethnien und Kulturen, schafft damit auch neue Differenzen und Konkurrenzen. Immer mehr Menschen unterschiedlicher Herkunft arbeiten, lernen, kommunizieren und leben miteinander.
Die neue kulturelle, sprachliche und ethnische Vielfalt kann das Zusammenleben der Menschen erschweren, die gegenseitige Abschottung befördern sowie Fremdenfeindlichkeit und gegenseitige Intoleranz hervorbringen und damit letztlich zur Auflösung eines verbindlichen gesellschaftlichen Grundkonsenses führen. Sie kann aber auch eine Bereicherung des Lebens sein, die die Lern-, Lebens- und Arbeitszusammenhänge unendlich erweitert und zu neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und Lösungswegen führt.
Fest steht: In einer zunehmend vernetzten Welt mit durchlässigen Grenzen, verschwimmenden nationalen Identitäten und einem von den Zwängen der Globalisierung geprägten Arbeitsmarkt verlieren die herkömmlichen, traditionellen Lebensentwürfe immer mehr ihre Gültigkeit. Damit wanken auch die Grundkonstanten, auf die wir unsere Lebenspläne gründen. Das kann zu massiven Verunsicherungen führen oder in der Folge gar zu psychischen Störungen wie Angsterkrankungen oder Depressionen.
Unter Identität wird im Allgemeinen etwas dem Wesen des Menschen Eigenes verstanden, das sich im Verlauf der Individuation herausbildet. Dies kann je nachdem ein sehr starres Konstrukt sein oder aber über die Lebensdauer hinweg in einem stetigen Entwicklungsprozess begriffen sein.
Identität für die einzelne Person ist das Wissen darum, wer sie ist, was sie ausmacht, wohin sie sich persönlich entwickeln möchte. Die Identität bildet für die Menschen den Kristallisationspunkt von Sinn und Erfahrung. Identität ist zugleich ein offener Prozess des Aushandelns zwischen dem Selbstbild, das der Einzelne von sich entwirft, und dem Bild, das sich seine sozialen Handlungspartner in wechselnden Zusammenhängen von ihm machen. Je vielfältiger das soziale Gegenüber, je gebrochener die Biographien und je ungewisser die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (‚Prekariat’) desto schwieriger und herausfordernder die Anforderungen an die eigene Identitätsbildung, - und wahrung.
Sowohl auf politischer als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene ist der Diskurs darüber zu führen, wie ein gut ausbalancierter Prozess von personaler und sozialer Identitätsbildung durch Erziehungs-, Bildungs-, politische und kulturelle Prozesse, sowie ein emanzipatives Empowerment zu fördern und zu gestalten ist.
Calumed möchte im Rahmen des Kongresses im Wesentlichen der Frage nachgehen, welche Chancen, Spuren oder Verwundungen der Globalisierungsprozess zeitigt und ob es im Rahmen der Evolution des Geistes eine neue Form des Weltbürgertums gibt/geben kann und welche möglichen Konsequenzen sich von daher für eine globale Friedens- und Versöhnungsarbeit ergeben.
Berlin / Werkstatt der Kulturen
Kongressinformationen
Veranstalter
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